Psychologisches Zentrum Boppard FocusingZentrum Rheinland
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Focusing Masterclass:  Neue Ansätze in der experientiellen Prozess- Begleitung in Beratung und Psychotherapie                 6. - 8. 9. 19

Sybille Ebert-Wittich ©

Aufbauend auf der Focusing-Berater/CoachAusbildung wird ein Erfahrungsraum gestaltet zur Auffrischung und Weiterentwicklung der Focusingprozess - Begleitungskompetenzen durch Methodenteaching, Supervision und Selbster-fahrung in einer Verbindung von

  •  neueren Focusing - Werkzeugen
  •  Gendlins Konzepten über Veränderung
  •  systemischen, körperorientieren u.a. neueren Methoden

In dieser Masterclass wollen wir die Polyvagal-Theorie von Stephen Porges (Prof. f. Psychiatrie, Neurobiologie/-physiologie, Trauma-Stress-Forschung) erfahrbar machen: ein neuophysiologisches/-anatomisches Erklärungsmodell für menschliches Verhalten, das insb. die Traumatherapie enorm bereichert hat. Danach ist es möglich, die im Laufe der Evolution entstandene Struktur neuronaler Schalt-kreise im Autonomen Nervensystem zu identifizieren, die die Fähigkeit zu Interaktion mit anderen Menschen beeinflussen und zwei Arten von Defensiv-Strategien fördern:
die Mobilisierung , die mit Stress bei wahrgenommener Gefahr und mit Kampf oder Flucht verbunden ist,
und die Immobilisierung, das Erstarren, das als Sich-Verbergen/ Totstellen zum Ausdruck kommt und mit dem Spüren von Lebensgefahr einhergeht.

 

Das Erleben von Sicherheit hängt von bestimmten Signalen aus der Umgebung und unserer Beziehungsgestaltung ab, die Defensivschaltkreise aktiv hemmen und Gesundheit und Gefühle wie Liebe und Vertrauen fördern.
Verbundenheit, Neugier, Genießen ... das Nutzen höherer Gehirnstrukturen für Kreativität, Lernen, Denken ... das alles setzt einen neuronalen Zustand von Sicherheit voraus, der oft nicht entsteht, weil alte Bedrohungserfahrungen unbewußt Angstreaktionen und Verteidigungsmuster triggern, die sich nicht mehr von selbst "beruhigen".

Dies bei sich und anderen (auch beim Focusingbegleiten) zu erkennen und zu wissen, wie man diese unbewussten neuronalen Zustände regulieren kann,  finden wir sehr wertvoll! Glücklicherweise gibt es viele Wege (von denen wir einige intuitiv bereits nutzen) , sich selbst die notwendigen Sicherheits- und Bindungssignale zu geben, bevor und damit man sie auch außen wahrnehmen kann.

 

Weiterhin werden wir noch Übungsmöglichkeiten beim Fortsetzen gestoppter Ich-Prozesse anbieten, bei dem wir den Ich-Raum der Person mithilfe bestimmter Focusing-Strategien "wachsen" lassen (Regrowing) bezogen auf wiederkehrende Situationen, in denen sich die Person unsicher fühlt und mit dem eigenen Verhalten unzufrieden ist. Dabei wenden wir uns mit Felt Sensing direkt dem Körper-Ort zu, an dem ein gestoppter Prozess bis jetzt darauf "wartet", sich stimmig fortsetzen zu können und betrachten die sog "Teile" dabei als "Notlösungen", die sich auflösen können.

* Ebert-Wittich, S. & Wittich, P. (2018). Fortsetzen gestoppter Ich-Prozesse: ein Plädoyer für das Ich in der focusingorientierten Teilearbeit.
Zeitschrift Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung.

Leitung   Dr. Sybille Ebert-Wittich  PPT, Foc.-Koordinatorin (TIFI), Familientherapeutin
               
   Stefan Ebert  Dipl.-Psych., FocusingTrainer (TIFI), Systemischer Berater/ Coach     
 
Termin    6. - 8. 9. 19   FR 16 - 20.30, SA 9.30 - 18. 30, SO 9.30 – 13.15 Uhr    
Gebühr   € 260                                                       vorauss.   23 Pkt./ LPK-RLP     

Voraussetzung: Focusing- bzw. FocusingBerater-Ausbildung      

                                                             Anmeldung

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